Skiriege

Das Skifahren hat in Oltingen eine lange Tradition und ist natürlich eng verbunden mit der Schafmatt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurden die traditionellen Schafmattderbys durchgeführt, wofür die «Rennlatten» besonders gut präpariert wurden.

Im Winter des Jahres 1978 stand der erste Skilift Marke Borer, Typ «Handschuhkiller», am «Schlattacher». Doch es liegt in der Natur des Menschen, dass er stets nach Besserem und Höherem strebt. Zwei Borer-Lifte verrichteten am «Bärenacher» von nun an ihren Dienst hintereinander. Die untere Sektion wurde mit drei Scheinwerfern für das Nachtskifahren eingerichtet. In unzähligen Arbeitsstunden wurde zudem ein «Heuhüsli» zum gemütlichen Bergbeizli mit Cheminee umgebaut. In diese Zeit (1983/84) fällt auch die Gründung der Skiriege als Untersektion des Turnvereins mit insgesamt 18 Mitgliedern und Hans Gysin (Stöffibaschis) als Präsidenten an der Spitze. So, nun haben wir für längere Zeit Ruhe, meinten wir. Wäre da nicht ein Inserat in der «Tierwelt» aufgetaucht, das einen gebrauchten Tellerlift aus Adelboden anpries, der haargenau zum «Bärenacher» passte. In der Saison 1987/88 wurde der laut Baubewilligung demontierbare Lift in Betrieb genommen. Da die Masten nicht demontiert wurden, benötigte es eine Änderung des Zonenplanes Landschaft. Die neue Skisportzone erlaubt seit der Anpassung einen stationären Lift. Trotz schlechter Zukunftsprognosen für das Skifahren in unteren bis mittleren Lagen erlebten wir doch hin und wieder ganz erfreuliche Winter mit zum Teil prächtigen Schneeverhältnissen. Seit der Saison 2004/05 sind wir denn auch stolze Besitzer eines stattlichen Pistenfahrzeuges, das diesen Namen wirklich verdient. Auch in Jahren mit wenig Skibetrieb haben es die Mitglieder der Skiriege durch die Übernahme diverser Anlässe, wie der traditionellen Herbstviehschau, des Banntages usw. immer wieder geschafft, die laufenden Ausgaben zu decken. Darüber hinaus können nach guten Saisons sogar nach und nach die privaten Darlehen den Mitgliedern zurückbezahlt werden. Doch von Geld verdienen kann hier nicht die Rede sein, vielmehr steht viel Idealismus und die Freude am Skisport im Vordergrund.

Zur Zeit zählt die Skiriege 14 Mitglieder, und wir kämpfen immer wieder mit dem Problem, die anfallenden Arbeiten und den damit verbundenen zeitlichen Aufwand gleichmässig auf die wenigen Schultern verteilen zu können, was leider nicht immer gelingt. Wir blicken jedoch optimistisch in die Zukunft und hoffen auf möglichst schneereiche Winter, um unseren Gästen weiterhin ein paar Tage Skivergnügen in der Region bieten zu können.

(Quelle: Heimatkunde 2005)